
2026-09-10 | Pressemitteilung
Köln, 10. September 2026: Ramazan Ilıkkan, Vorsitzender des DITIB-Bundesverbandes seit November 2025, war gemeinsam mit DITIB-Generalsekretär Eyüp Kalyon, Stellv. DITIB-Generalsekretär Muhammed Şahin und dem Referenten für Zusammenarbeit und Dialog, Rafet Öztürk, zu einem Antrittsbesuch im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover. Empfangen wurde die Delegation vom Auslandsbischof der EKD, Frank Kopania, und Oberkirchenrat Hermann, Leiter Interreligiöser Dialog der EKD.
Im Gespräch ging es um die Rolle von Religion in der Gesellschaft, den christlich-muslimischen Dialog und Möglichkeiten für gemeinsame Projekte. Auch die weltweiten Kriege und Krisen sowie die gesellschaftlichen Entwicklungen in Deutschland wurden thematisiert. Mit Sorge sprachen die Gesprächspartner über den zunehmenden Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und muslimfeindlichen Rassismus.
Dass es darüber hinaus bei vielen gesellschaftlichen Fragen gemeinsame Anliegen gibt, wurde deutlich. EKD-Auslandsbischof Frank Kopania betonte die Offenheit zu weiteren Gesprächen, „ – auch dort, wo unterschiedliche Perspektiven und Fragen bestehen.“
Auch die Internationale Islamische Theologie (UIP) der DITIB, die in Kooperation mit der Diyanet getragen wird, war Thema des Austauschs. Die DITIB verfolgt bereits seit rund 20 Jahren den Ansatz, dass in Deutschland sozialisierte Abiturienten in der Türkei Theologie studieren und anschließend über die DITIB in Deutschland zu Religionsbeauftragten weitergebildet werden. DITIB-Vorsitzender Ilıkkan betonte, „dass die DITIB schon früh Wege gesucht hat, in Deutschland sozialisierte und deutschsprachige Religionsbeauftragte auszubilden, um sie in den Moscheen einzusetzen. Übrigens gehen aber auch viele UIP-Absolventen ihren akademischen Weg an den hiesigen Universitäten weiter, was einen gesellschaftlichen Mehrwert darstellt. Heute zeigt sich, wie fruchtbar dieses seit 20 Jahren laufende Projekt weiterhin ist.“
Beide Seiten waren sich einig, den Austausch künftig regelmäßiger fortzuführen. Ramazan Ilıkkan betonte: „Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen wir mehr Kommunikation, mehr gegenseitiges Verständnis und mehr Begegnungen. Als DITIB wollen wir gemeinsam mit den Kirchen Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben übernehmen. Wir sollten stärker auf das schauen, was uns verbindet, und unsere gemeinsamen Anliegen sichtbar machen. Dazu gehört auch, dass wir unsere gemeinsamen Projekte weiter ausbauen, im Gespräch bleiben, einander zuzuhören und gemeinsam an unserer Zukunft arbeiten.“
Das Gespräch wurde von beiden Seiten als konstruktiv und wertvoll bewertet. Im Namen der DITIB dankte DITIB-Vorsitzender Ramazan Ilıkkan Herrn Frank Kopania für den freundlichen Empfang und äußerte seine Freude auf weitere Gespräche und Begegnungen.
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DITIB-Bundeverband




