
2026-06-23 | Nachricht
Die Hacı-Mehmet-Turgut-Moschee, die vom Amt für religiöse Dienste des türkischen Generalkonsulats Essen und dem DITIB-Landesverband Essen auf einem 760 Quadratmeter großen Grundstück in der türkischen Stadt Malatya errichtet wurde, ist mit einer feierlichen Zeremonie für den Gebetsbetrieb wiedereröffnet worden.
An der Eröffnungsfeier der Hacı-Mehmet-Turgut-Moschee, die bei dem verheerenden Erdbeben in Türkiye am 6. Februar 2023 in der Provinz Malatya schwer beschädigt worden war und zu den 200 zerstörten Moscheen gehörte, nahmen zahlreiche Gäste teil: Der Gouverneur Seddar Yavuz, Sami Er, Bürgermeister der Großstadt Malatya, Erkan Savar, Landrat von Battalgazi, Bayram Taşkın, Bürgermeister von Battalgazi, Ramazan Dolu, Provinzmufti, İbrahim Halil Karaman, Religionsattaché des türkischen Generalkonsulats in Essen, Ercan Mumcu, Vorsitzender des DITIB-Landesverbands Essen, die Vorstandsmitglieder des DITIB-Landesverbands Essen sowie Vertreter öffentlicher Einrichtungen, Leiter von Nichtregierungsorganisationen und viele weitere Gäste.
Diese Moschee ist das schönste Werk der Solidarität
Die Veranstaltung begann mit der Rezitation des Heiligen Koran durch Habib Deveci, den Gewinner des Weltkoranwettbewerbs für schöne Rezitation 2017. In seiner Eröffnungsrede betonte Ercan Mumcu, Vorsitzende des DITIB-Landesverbands Essen:
„Wir eröffnen heute nicht nur eine Moschee, sondern lassen auch den Willen der Solidarität, der Geschwisterlichkeit und der Treue in einem konkreten Werk wieder aufleben. Bei dem Erdbeben am 6. Februar wurden in unserem Land nicht nur Gebäude, sondern auch unsere Moscheen zerstört. Doch unser Volk hat mit seinem Glauben, seiner Geschwisterlichkeit und seinem Geist der gegenseitigen Hilfe in schwierigen Zeiten Großes erreicht. Die Moschee, die wir heute wiedereröffnen, ist das schönste Zeugnis dieses Geistes der Solidarität. Ich danke allen, die zu diesem Werk beigetragen haben: unserem Amt für religiöse Dienste Essen, unserem Vorstand des DITIB-Landesverbands Essen, den Vorsitzenden der DITIB-Landesverbände, den Religionsbediensteten, unseren Frauen- und Jugendorganisationen, unserer Gemeinde und allen großzügigen Spendern. Möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein. Unser Gebet an unseren Herrn ist, dass der Ruf zum Gebet, der Ezan, der von den Minaretten dieser Moscheen ertönt, bis zum Jüngsten Tag nicht verstumme. Möge diese Moschee der Stadt Malatya, unserem Land und der gesamten islamischen Welt Segen bringen.“
Die Gebetsstätte wurde innerhalb eines Jahres wiedererrichtet
Der Essener Religionsattaché İbrahim Halil Karaman erklärte: „Ich möchte die Grüße, die Zuneigung und die Gebete unserer Geschwister, die in Deutschland und insbesondere in der Region Essen leben, an Sie alle übermitteln. Unsere im Ausland lebenden Geschwister, deren Herzen für ihre Heimat schlagen, beten, dass diese wunderschöne Moschee, die wir heute eröffnen, ein Segen sein möge. Sie teilen unsere Freude und Begeisterung. Dass diese Moschee, deren Grundstein wir am 16. Juni 2025 gelegt haben, innerhalb eines Jahres fertiggestellt und offiziell eröffnet werden konnte, ist ein Grund, Allah zu loben. Denn dies geschah nur mit Seiner Hilfe und Seinem Beistand. Dass das Bauwerk, das wir vor einem Jahr mit Gebeten begonnen haben, heute mit all seinen Einrichtungen, einschließlich des Minaretts, für das Gebet bereitsteht, ist für uns und für unsere großzügigen Spender eine große Freude. Ich danke an dieser Stelle unserem Generalkonsulat, unserem DITIB-Bundesverband, dem Vorstand des DITIB-Landesverbands Essen und allen großzügigen Geschwistern. Möge Allah mit ihnen zufrieden sein. Möge unsere Eröffnung gesegnet sein.“
Moschee wurde mit opferbereitem Einsatz der Geschwister aus Deutschland fertiggestellt
Der Provinzmufti von Malatya, Ramazan Dolu, sagte in seiner Rede: „Vor knapp einem Jahr legten wir den Grundstein für diese Moschee, und nun, dank des aufrichtigen und opferbereiten Engagements unserer Geschwister aus Deutschland, haben wir sie für das Gebet wiedereröffnet. Die Zivilisation Anatoliens ist eine solche Zivilisation, dass jedes Kind Anatoliens, das hier aufgewachsen ist und gewissermaßen das Wasser dieser Erde gekostet hat, wo es sich auch aufhält, seine Zivilisation, seine Kultur und seine Farbe dorthin trägt. Dass diese Moschee auf diese Weise erbaut und vollendet wurde, ist das Ergebnis dieser Zivilisation. Unsere Geschwister aus Deutschland haben ihre Hände nach Anatolien, nach Malatya ausgestreckt und uns ein so schönes Werk beschert. Unsere Moschee hat eine Kapazität von 700 Gläubigen und verfügt außerdem über einen Mehrzwecksaal, einen Korankurs für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren, ein Trauerhaus und eine Dienstwohnung.“
Der Gouverneur Seddar Yavuz brachte in seiner Rede seine Freude über die Eröffnung der Moschee zum Ausdruck und wünschte, dass dieses bedeutende Werk Malatya und der Bevölkerung der Region Segen bringen möge.
Bei dem Erdbeben 200 Gebetsstätten allein in Malatya zerstört
Yavuz erinnerte daran, dass bei dem Erdbeben um Kahramanmaraş allein in der Stadt Malatya 200 Gebetsstätten zertört wurden und fügte hinzu:
„Das Interesse und die Unterstützung, die unsere verehrten Geschwister, die trotz ihres Lebens im Ausland stets mit ihren Herzen in ihrer Heimat sind, unserer Stadt Malatya entgegenbringen, erfüllt uns mit großer Freude. Ich danke an dieser Stelle unserem Generalkonsulat in Essen, unserem Religionsattaché, unserer DITIB, dem Vorstand des DITIB-Landesverbands Essen und allen Bürgern, die zu diesem Bau beigetragen haben.“
Gouverneur Yavuz betonte, dass den Korankursen für Kinder von vier bis sechs Jahren besondere Bedeutung zukommen sollte:
„Es ist von großer Bedeutung, dass unsere Kinder frühzeitig mit dem Heiligen Koran, unserem Glauben und unseren spirituellen Werten in Berührung kommen. In der heutigen Zeit, in der die Bedrohungen und Risiken der digitalen Welt zunehmen, halte ich die Verbreitung von Korankursen für die Altersgruppe von vier bis sechs für äußerst wichtig, damit unsere nachfolgenden Generationen mit unseren Werten aufwachsen.“
Nach den Reden wurde das Eröffnungsband der Hacı-Mehmet-Turgut-Moschee, eines der bedeutenden nach dem Erdbeben wiederaufgebauten Gotteshäuser, durchtrennt, und die Moschee wurde mit dem anschließenden Freitagsgebet für den Gottesdienst freigegeben. Die Veranstaltung endete nach dem Gebet mit einem gemeinsamen Essen.







