
2026-05-13 | Nachricht
(Herten). Im nordrhein-westfälischen Herten wurde die DITİB Hacı-Bayram-Moschee mit einer feierlichen Zeremonie offiziell eröffnet. Zahlreiche Gäste aus Politik, Religionsgemeinschaften und der Zivilgesellschaft nahmen an dem festlichen Akt teil.
Zur Eröffnungsfeier in der Ewaldstraße kamen unter anderem der türkische Generalkonsul aus Münster, Mehmet Özgün Arman, der NRW-Landtagsabgeordnete Carsten Löcker (SPD), die stellvertretende Landrätin Martina Eißing (CDU), Hertens Bürgermeister Fred Toplak (parteilos), der stellvertretende türkische Religionsattaché Turgut Şen sowie der stellvertretende DİTİB-Bundesvorsitzende Muhammet Çatmak. Ebenfalls anwesend waren der Vorsitzende des DİTİB-Regionalverbandes Münster, Can Kara, Vertreter von Polizei, Kirchen und zahlreichen DİTİB-Vereinen aus der Umgebung sowie viele eingeladene Gäste.
Die Moderation des Programms übernahmen Hasan Altun und Bekir Uzunoğlu. Der feierliche Auftakt mit einer Koranrezitation wurde von Mustafa Kurumahmut, einem früheren Religionsbeauftragten der Moschee, gestaltet.
„Dieses Werk wurde durch Opferbereitschaft, Geduld und die Gebete unserer Gemeinde vollbracht“
Der derzeitige Religionsbeauftragte Ali Gürsoy sowie die ehemaligen Religionsbediensteten Mustafa Kurumahmut und Kenan Aydın erinnerten in ihren Reden an die bescheidenen Anfänge des Vereins. Sie betonten, dass die Gemeinde seit ihrer Gründung in einfachen Räumlichkeiten betete. Durch die Opferbereitschaft, Geduld und die Gebete der Gläubigen sei dieses Werk nun zu einem noch bedeutungsvolleren Ort geworden – der lang gehegte Traum von einem repräsentativen Kuppelbau sei endlich Wirklichkeit geworden. Sie dankten allen, die ihren Beitrag dazu geleistet haben.
Vorsitzender Demir: „Seit 1978 unser Traum“
Der Vorsitzende der Hacı-Bayram-Moschee, Ziya Demir, erinnerte daran, dass der Verein seit seiner Gründung im Jahr 1978 von dem Wunsch nach einem eigenen Gebets- und Gotteshaus getragen wurde. „Dieser Traum ist heute Wirklichkeit geworden“, sagte Demir. „Ich danke allen Beteiligten von Herzen. Möge Allah mit ihnen zufrieden sein.“
Aufruf zu Einheit und Zusammenhalt
Can Kara, Vorsitzender des DİTİB-Regionalverbandes Münster, betonte, dass der Zusammenhalt in der Region durch solche Werke weiter gestärkt werde. Er dankte besonders dem Vereinsvorstand und allen, die zur Vollendung dieses Projekts beigetragen haben.
Der NRW-Landtagsabgeordnete Carsten Löcker würdigte die neue Moschee als wichtigen Gewinn für die Stadt Herten. Bürgermeister Fred Toplak unterstrich die kulturelle und religiöse Vielfalt der Stadt und hob den Beitrag der Moschee zum gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor.
Çatmak: „Moscheen sind mehr als Gebetsstätten“
Der stellvertretende DİTİB-Bundesvorsitzende Muhammet Çatmak betonte in seiner Rede, dass Moscheen weit mehr seien als reine Gebetsstätten. „Unsere Moscheen sind Zentren, in denen die Hingabe Geborgenheit findet, unsere Kinder den Koran lernen, Jugendliche Identität gewinnen und familiäre wie nachbarschaftliche Bande geknüpft werden“, sagte Çatmak. Sie seien der sichtbarste Ausdruck der Zugehörigkeit der Muslime zu dieser Gesellschaft.
Çatmak erinnerte daran, dass DİTİB bundesweit über 860 Moscheegemeinden, 15 Landes- und Regionalverbände sowie zehntausende Ehrenamtliche zählt. Er dankte allen, die an der Entstehung der Moschee mitgewirkt haben.
„Ein Tor der Barmherzigkeit“
Der stellvertretende DİTİB-Bundesvorsitzende äußerte den Wunsch, dass die neue Moschee ein Ort des Gebets und der Einkehr sein möge – „ein Tor der Barmherzigkeit, das allen Teilen der Gesellschaft offensteht“.
Der stellvertretende türkische Religionsattaché Turgut Şen blickte auf die Geschichte des Vereins seit seiner Gründung 1978 zurück und zeigte sich erfreut, an diesem besonderen Tag dabei sein zu können.
Generalkonsul Mehmet Özgün Arman hob die Bedeutung des Neubaus für die Bewahrung religiöser und kultureller Werte hervor. Solche Projekte seien das schönste Erbe, das man künftigen Generationen hinterlassen könne. Er dankte dem Vorstand der Hacı-Bayram-Moschee in Herten und allen, die zur Fertigstellung beigetragen haben.
Symbolisches Durchschneiden des Eröffnungsbandes und Dank an die „Nisa-Gänseblümchen“
Nach den Reden wurde das Eröffnungsband unter gemeinsamen Gebeten durchgeschnitten. Zudem leistete die Frauengruppe „Nisa Papatyaları“ (Nisa-Gänseblümchen) des rund 400 Mitglieder zählenden Vereins einen wichtigen Beitrag: Sie unterstützte die Organisation und bewirtete die Gäste mit selbst zubereiteten Speisen.
Die Feierlichkeiten klangen mit einem Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten und einem gemeinsamen Imbiss aus. (yb)










