
2026-05-04 | Pressemeldung
Köln, 04.05.2026 - In der historischen Stadt Regensburg im Bundesland Bayern wurde die DITIB-Turkuaz-Moschee mit einer feierlichen Zeremonie offiziell eröffnet. An der Eröffnung am Freitag, dem 1. Mai 2026, nahmen zahlreiche offizielle Vertreter sowie Hunderte Gäste teil. Das neue Gotteshaus in der Maxhüttenstraße wurde nach einem jahrzehntelangen Prozess fertiggestellt. Das religiöse Leben der türkischen Gemeinde in Regensburg, das 1977 in einem kleinen Raum begann, tritt mit diesem modernen Komplex mit einer Kapazität für bis zu tausend Gläubige in eine neue Ära ein. In den Reden anlässlich der Eröffnung wurde mehrfach betont, dass die Moschee nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Zentrum für Bildung und Begegnung ist.
Große Beteiligung am Programm
An der Eröffnungsfeier nahmen unter anderem die Generalkonsulin der Republik Türkiye in Nürnberg, Fatma Taşan Cebeci, der Religionsattaché in Nürnberg, Necmettin Saydan, der Bildungsattaché Mustafa İkbal, der Arbeitsattaché Ali Haksever, der DITIB-Generalsekretär Eyüp Kalyon, der Vorsitzende des DITIB-Landesverbands Nordbayern, Cemil Kimyacıoğlu, sowie die Bildungsbeauftragte der Stadt Regensburg, Dr. Sabine Kellner-Mayrhofer, teil. Zudem waren lokale Vertreter, Repräsentanten von Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, Vorstände umliegender DITIB-Gemeinden sowie zahlreiche deutsche und türkische Gäste anwesend.
Die Moderation übernahmen Serra Yaman und Ferit Aydın aus der Jugendabteilung der Moschee. Die Eröffnung begann mit einer Koranrezitation, vorgetragen von Ali Osman Gürbüz, Religionsbeauftragter der DITIB-Moschee in Neutraubling.
Betonung von Gemeinschaft und Zusammenhalt
Der Religionsbeauftragte der Gemeinde, Ali Aydın, betonte in seiner Rede die Bedeutung von Moscheen als tragende Säulen des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Seit seinem Amtsantritt hätten 38 Menschen in der Moschee zum Islam gefunden. Der Vorsitzende der DITIB-Gemeinde, Mahir Koçak, erklärte, dass neben der Moschee auch ein Jugendzentrum sowie Einrichtungen für Bestattungsdienste geplant seien.
Der Vorsitzende des DITIB-Landesverbands Nordbayern, Cemil Kimyacıoğlu, äußerte den Wunsch, dass die Moschee ein Zentrum für Frieden, Ruhe und Geschwisterlichkeit werde.
Dank und Anerkennung
DITIB-Generalsekretär Eyüp Kalyon unterstrich, dass Moscheen besondere Orte seien, die Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringen:
„Moscheen sind nicht nur Orte des Gebets, sondern Räume der Begegnung, des Austauschs und der Solidarität. Ich danke allen, die zum Bau dieser Moschee beigetragen haben.“
Der Nürnberger Religionsattaché Necmettin Saydan hob hervor, dass Gotteshäuser seit jeher zu den Grundpfeilern der Zivilisation zählen, und dankte sowohl den Unterstützern als auch den zuständigen Behörden für ihre konstruktive Zusammenarbeit.
Auch die Vertreterin der Stadt Regensburg, Dr. Sabine Kellner-Mayrhofer, betonte die Bedeutung eines solchen Begegnungsortes für die Stadt.
Bedeutung für Bildung und Gesellschaft
Generalkonsulin Fatma Taşan Cebeci unterstrich in ihrer Ansprache die wichtige Rolle von Moscheen für Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt:
„Unsere Aufgabe ist es, jungen Menschen Werte und einen guten Charakter zu vermitteln. Moscheen sind nicht nur Gebetsorte, sondern auch Räume der Bildung, der sozialen Begegnung und der persönlichen Entwicklung.“
Trotz Herausforderungen erfolgreich umgesetzt
Die Verantwortlichen erinnerten daran, dass das Grundstück bereits 2017 erworben wurde, die Moschee jedoch noch vor Baubeginn zweimal Ziel rassistischer Angriffe war. Trotz dieser Herausforderungen konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Heute ist der Komplex ein fester Bestandteil des Stadtbildes und empfängt regelmäßig Besuchergruppen, unter anderem aus Schulen.
Feierlicher Abschluss
Nach den Ansprachen wurde das Eröffnungsband unter Bittgebeten durchschnitten. Im Anschluss an das Freitagsgebet wurde das Programm mit religiösen Kindergesängen, Folkloreaufführungen und Beiträgen der Kindermoschee (KiMo) fortgesetzt.
Die Veranstaltung endete mit einem Rundgang durch die Moschee sowie gemeinsamen Begegnungen bei Bewirtung.









