
2026-03-13 | Nachricht
Pioniere des muslimischen Lebens in Deutschland treffen auf die Jugend
Köln, 12.03.2026 - Der DITIB-Bundesverband brachte am gestrigen Mittwoch bei einem gemeinsamen Iftar die konvertierten Pioniere des muslimischen Lebens in Deutschland und die neue Generation der Jugend zusammen.
Das Iftar-Programm, das im Konferenzsaal der DITIB-Zentrale in Köln unter der Moderation von Murat Şahinarslan, Direktor des MoscheeForums, stattfand, begann mit einer Koranrezitation des Religionsbeauftragten der DITIB-Zentralmoschee Köln, Gökhan Uygun. In seiner Eröffnungsrede betonte der DITIB-Bundesvorsitzende Ramazan Ilıkkan die Wichtigkeit der Pionierarbeit, die von der ersten Generation der Konvertiten geleistet wurde:
„Sie haben in unterschiedlichen Bereichen Verantwortung übernommen, Brücken gebaut und dazu beigetragen, dass der Islam heute ein sichtbarer Teil des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland ist. Viele von Ihnen gehören zu den Pionieren, die aus dem historischen Gedächtnis unserer Gemeinschaft nicht mehr wegzudenken sind.“
Zudem betonte Ilıkkan, dass die DITIB solche Zusammenkünfte auch in Zukunft organisieren will:
„Als eine der tragenden Institutionen des muslimischen Lebens in Deutschland sehen wir es als unsere Aufgabe, Räume der Begegnung, des Dialogs und des gegenseitigen Lernens zu schaffen.“
Danach wurde das Mikrofon an die Pioniere der ersten Generation übergeben. Amina Theissen, Ehrenvorsitzende des Begegnungs- und Fortbildungszentrum Muslimischer Frauen (BFMF) betonte die Wichtigkeit des Zusammenhalts unter Muslimen und bedankte sich bei allen, die an der Errichtung der Kölner Zentralmoschee mitgewirkt haben. Sie betonte, dass die Zentralmoschee „die Moschee aller Muslime in Köln“ ist und bezeichnete die Zentralmoschee als „unsere Moschee“.
Dr. Ayyup Köhler, ehemaliger Vorsitzender des ZMD, hob in seiner Rede das Zusammenwachsen der Muslime hervor und sagte: "Die Veranstaltung der Türkisch Islamischen Union zusammen mit den deutschen Muslimen anlässlich des Iftars zeigt, wie die Muslime verschiedener Herkunft zusammenwachsen." Man solle so Köhler weiter „sich niemals in eine Opferrolle begeben“, sondern stets darauf hoffen, dass Allah alles zum Guten wenden werde. Dabei verwies er auf den Titel seines Buchprojekts „Alles wird gut – Inschaallah“, welches er in naher Zukunft veröffentlichen will.
Sheikh Bashir Dultz berichtete von seinen Erfahrungen als Konvertit in den 1960er-Jahren und gab zudem wichtige Einblicke in die Geschichte des Islams in Deutschland. Die Anfänge des Islams ließen sich bereits bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen, als der damalige preußische König Friedrich II. den Bau einer Moschee für Muslime mit folgenden Worten begrüßte:
„Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, die sich zu ihnen bekennen, ehrliche Leute sind. Und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land bevölkern, dann würden wir ihnen Moscheen und Kirchen bauen.“
Dultz merkte an, dass man diese Worte Friedrichs II. aus dem Jahr 1740 jenen entgegenhalten solle, die behaupten, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.
Zum Abschluss merkte Dr. Zekeriya Altuğ, Abteilungsleiter für gesellschaftliche Zusammenarbeit im DITIB-Bundesverband, an, dass man Themenorientierte Veranstaltungen auch außerhalb des Ramadans organisieren möchte, um die Brücke zwischen den Generationen zu stärken und inhaltlich gemeinsam voranzuschreiten.
Weiterhin dankte Herr Altuğ dem Team der Abteilung für Gesellschaft und Zusammenarbeit, insbesondere dem Dialogbeauftragten Rafet Öztürk und dem Direktor des MoscheeForum Murat Şahinarslan für die Organisation.
Der Abend endete mit dem Iftar-Essen und einem persönlichen Austausch zwischen den Teilnehmern. Neben den bekannten Gesichtern des muslimischen Lebens war der Saal auch mit einer großen Anzahl von Jugendlichen gefüllt (DITIB und Konvertiten). Sie bedankten sich für diese Organisationen und sprachen den Wunsch aus, öfter bei solchen Veranstaltungen zusammenkommen zu wollen.
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