Freitagspredigt

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Energiekrise und Verantwortung für die Umwelt
(09.09.2022)

Geehrte Gläubige,
zu den größten Problemen unserer Zeit gehören Umweltverschmutzung und die damit einhergehende Zerstörung des ökologischen Gleichgewichts. Dabei ermahnt Allah den Menschen, die natürliche Umwelt und das ökologische Gleichgewicht zu wahren. Der Koran weist uns auch darauf hin, dass andernfalls der Mensch selbst hiervon Schaden nimmt: Das Übel, das die Hände der Menschen verrichten, führt zu Lande wie zu Wasser zu Chaos. Allah wird sie einiges von ihrem schlechten Tun (auf Erden) schmecken lassen, auf dass sie vielleicht umkehren.”[1] 
Wir sehen, dass wir uns selbstgemachten Gefahren aussetzen, wenn wir unsere Umwelt, insbesondere unsere Lebenselixier Wasser verschwenden und Luft maßlos verschmutzen; Sowie wenn wir unsere Wälder, die vor der Erosion schützen, mit jedem Tag mehr vernichten und mit alledem das ökologische Gleichgewicht weltweit zerstören.

Geehrte Gläubige,
je mehr wir unsere Umwelt ‎schützen, umso mehr schützen wir das ‎Gleichgewicht dieser Welt und desto mehr werden unserer Verantwortung gerecht. Wir können diese (Verantwortung) nicht einfach auf den Staat oder entsprechende ‎Institutionen abschieben. Denn in einer zerstörten und lebensfeindlichen Welt kann keiner von ‎uns in Wohl und Sicherheit leben.‎

Verehrte Geschwister,
es herrscht ein grandioses Gleichgewicht in der Natur. Dieses einzigartige Gut, das uns Allah geschenkt hat, sollten wir schützen. Vergessen sie nicht: Wer die Umwelt verschmutzt und mit diesem anvertrauten Gut verantwortungslos umgeht, vergeht sich damit auch an den Rechten seiner Mitmenschen und an den nachfolgenden Generationen. Die Umwelt ist nämlich ein öffentliches Gut, das der Allgemeinheit gehört. Und wer sich eine solch Schuld auflädt, wird sich nur schwer wieder von der Schuld befreien können.
Deshalb, lassen sie uns - überall, wo es nur geht- Ressourcen schonen, Energie sparen und bewusst nachhaltig leben. Fragen wir uns also: Soll unser Stromverbrauch uns die Luft zum Atmen nehmen? Müssen wir im Winter so heizen, als ob Sommer wäre – und im Sommer so kühlen, als ob Winter wäre? Müssen wir wirklich so viel Beleuchtung und andere Stromfresser auf Stand-by haben? Wollen wir im Plastikmüll ersticken? Wollen wir mehr kaufen, als wir brauchen – um es dann achtlos wegzuwerfen? Muss es immer das Auto sein – können wir nicht auch mal Rad, Bus oder Bahn nehmen? Wissen wir den Wert des Wassers zu schätzen und handeln wir entsprechend?

Meine verehrten Geschwister!
den nachfolgenden Generationen werden wir kein schöneres Erbe hinterlassen als eine intakte Umwelt und eine saubere und lebenswerte Welt.
Lassen sie uns als Muslime für unsere Umwelt sorgen, die unser Schöpfer uns anvertraut hat. Lassen sie uns den Geboten und unserer Verantwortung gerecht werden und mit unserer Sensibilität für die Umwelt ein Vorbild für unsere Gesellschaft sein. Lassen Sie uns dem Vorbild unseres geliebten Propheten (s) folgend also Zeichen setzen für die Bewahrung und den Schutz unserer Umwelt.
Vergessen wir nie, dass wir als Muslime Verantwortung tragen im Bemühen gegen die Umweltverschmutzung, die ein weltweites Problem darstellt. 
Als Menschheit sind wir Teil des Problems. Also wollen wir auch Teil der Lösung durch gemeinsames Handeln gegen Ressourcenverschwendung sein! Lassen Sie uns deshalb gemeinsam für den Schutz der Umwelt und die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen eintreten und Teil der Lösung, nicht des Problems sein.

Die DITIB-Predigtkommission

 

[1] Koran, Rum, 30/41.

2022-09-09    


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