Freitagspredigt

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Der Gebieter der elf Monate: Ramadan
(01.04.2022)

Meine verehrten Geschwister!‎

Unendlicher Lob und Dank sei unserem erhabenen ‎Schöpfer; Wir erleben nämlich die Aufregung, den ‎Ramadan erreicht zu haben; Schließlich ist sein ‎Anfang Barmherzigkeit, seine Mitte Vergebung und ‎sein Ende Befreiung von der Hölle.1 Wenn Allah es ‎uns gewährt, werden wir heute Abend das erste ‎Tarawih-Gebet verrichten; und alle zusammen die ‎mit prallen Gaben bestückten Tage erleben. Am ‎Anfang meiner Worte wünsche ich vom erhabenen ‎Allah, dass der segensreiche Ramadan Anlass für ‎Gutes für die ganze islamische Welt und für die ‎Menschheit sein möge.‎

Werte Gläubige!‎

Der Monat Ramadan ist voll mit spirituellen ‎Schönheiten. Darin umschließen die göttliche ‎Barmherzigkeit und das göttliche Wohlbehagen ‎das ganze Universum. Es ist ein Monat reichlicher ‎Barmherzigkeit und maßlosen Segens, worin das ‎Bewusstsein der Dienerschaft aufglüht. Dieser ‎Monat beherbergt Zufriedenheit, Segen und ‎Vergebung in sich. Der Ramadan ist prall gefüllt mit ‎Gottesdiensten wie Fasten, Tarawih-Gebet, ‎Fastenbrechen (Iftar), Frühstück vor der ‎Morgendämmerung (Sahur), gegenseitige ‎Koranrezitation (Muqabala), Gottesgedenken ‎‎(Dhikr), Bittgebeten und Wünschen. Es ist ein ‎Monat, der den Horizont der Menschheit ‎erleuchtet: “Der Monat Ramadan, in welchem der ‎Koran herabgesandt wurde als eine Leitung für die ‎Menschen und als Zeugnis der Leitung und als ‎Unterscheidung [...]”2 In diesem Monat wurde ‎unser Prophet Muhammed (s) als Prophet ‎beauftragt. Das Fasten wurde gesondert für diesen ‎Monat - als eins von vier elementaren ‎Gottesdiensten des Islam - angeordnet.‎

Unser geliebter Prophet (s) verhieß seinen ‎Gefährten das Kommen des Ramadans als eine ‎solch segensreiche und gesegnete Zeit wie folgt: “O ‎Menschen! Der Schatten eines großen und ‎gesegneten Monats ist auf uns gefallen. Darin ist ‎solch eine Nacht, die besser ist als tausend ‎Monate.  In diesem Monat hat euch Allah, der ‎Erhabene, das Fasten auferlegt. In diesem Monat ‎werden die Toren des Paradieses geöffnet, die Tore ‎der Hölle verschlossen und die Teufel angekettet.”3‎

Werte Gläubige!‎

Es ist unklar, ob wir den nächsten Ramadan ‎erreichen können oder nicht. Ohne Zweifel liegt ‎das im Ermessen vom erhabenen Allah, der uns ‎sowohl das Leben schenkt, als auch den Tod ‎festschreibt. Wenn dem so ist, kommen sie und ‎lassen sie uns den von Allah uns erneut ‎geschenkten Ramadan in diesem Jahr seiner Ehre ‎gebührend verwerten. Lassen sie uns bemühen, ‎maximal von der Barmherzigkeit, dem ‎Wohlergehen und Segen des Ramadans zu ‎profitieren, indem wir uns einen Wegweiser für ‎den ganzen Ramadan festlegen. Lassen sie uns der ‎fünfmaligen göttlichen Einladung folgen und ‎versuchen, noch mehr darauf zu entgegnen, indem ‎wir zu unseren Moscheen herbeieilen; In diesem ‎Monat werden nämlich die einfach gewerteten ‎Taten siebenhundertfach oder gar grenzenlos ‎belohnt. Lassen sie uns allesamt mit unseren ‎Frauen, Männern und Kindern unsere ‎Gottesdienste gemeinschaftlich in den Moscheen ‎verrichten und somit noch mehr vom Segen und ‎von der Vergebung profitieren.‎

Der Ramadan ist Monat des Korans. Lassen sie uns ‎folglich unsere Verbindung mit dem Koran noch ‎weiter bestärken. Lassen sie uns jeder einzelnen ‎Gabe, die wir in den Händen halten, als Geschenk ‎Allahs gedenken und danken. Lassen sie uns neue ‎Bücher lesen, die unsere Spiritualität bestärken ‎und die Koranübersetzung unbedingt lesen oder ‎hören. Lassen sie uns nicht vergessen, dass wir die ‎Nächte des Ramadans in unseren behaglichen ‎Häusern in einer besonderen spirituellen ‎Atmosphäre mit unseren Familienangehörigen ‎verbringen sollten. Lassen sie unsere Kinder so ‎aufziehen, dass sie die spirituelle Atmosphäre ‎sowie Freude des Ramadans, der Fastenbrechen, ‎Sahur und Tarawih-Gebete genießen können. ‎Lassen sie uns in diesen segensreichen Nächten ‎daher unsere Kinder mit Geschenken erfreuen und ‎zum Gang zur Moschee eingewöhnen. Lassen sie ‎uns besonders Bittgebete formulieren in den ‎Zeiten zum Fastenbrechen und zum Sahur für die ‎Kriegsopfer, Unterdrückten und unschuldigen ‎Gemeinschaften unserer Welt sowie für die ganze ‎islamische Welt. Möge der erhabene Allah es uns ‎gewähren, dass der Ramadan zufrieden mit uns ‎und Anlass zum Guten für uns sein möge.          

 

Die Predigtkommission

 

1 Sahih Ibn Huzayma, 3/191.‎                                      ‎
2 Koran, al-Baqara, 2/185.‎ ‎
3 at-Tergîb, 2/94-95; al-Muslim, Siyam, 2.‎

 

2022-04-01    


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