Freitagspredigt

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Respekt vor den Elternist eine Erfordernis des Glaubens
(14.05.2021)

 

Verehrte Gläubige!

Am Anfang meiner Freitagspredigt möchte ich allen voran nochmals zu ihrem Ramadanfest gratulieren. Ich möchte etwas thematisieren, wozu wir aufgrund des Festes bereits sehr sensibel und empfindlich sind. Heute möchte ich dies mit ihnen diskutieren: Unsere heutige Freitagspredigt wird über den Respekt vor den Eltern, der Mutter und dem Vater, sein.

Werte Gläubige!

Unser geliebter Prophet (s) fragte eines Tages seine Gefährten drei Mal: “Soll ich euch die schwerwiegendste der Sünden mitteilen?” Seine zuhörenden Gefährten sagten: “Ja, o Gesandter Allahs!” Daraufhin sagte unser Prophet: “Allah etwas beizugesellen und die Eltern schlecht zu behandeln!” Dann richtete er sich von der Stelle auf, worauf er sich gestützt hatte und setzte sich hin. Anschließend sagte er: “Hört gut zu, und dann noch zu lügen und falsches Zeugnis abzulegen!” Diese Worte hat er so oft wiederholt, dass sich die Gefährten wünschten, dass er sich nicht so sehr bekümmert, und sie sagten: “Hätte er es bloß nicht so sehr wiederholt!”1

Meine verehrten Geschwister!

Respektlosigkeit gegenüber den Eltern und schlechte Behandlung der Eltern wird aus Sicht unserer Religion als große Sünde erachtet. Die Achtung und der Respekt vor den Eltern steigert sowohl den Stellenwert bei Allah als auch vor der Gesellschaft und wird als gute und schöne Charaktereigenschaft angenommen. Während unser erhabenes Buch Yahya (Johannes) (s) thematisiert, wird unsere Aufmerksamkeit auf seine sanftmütige Charaktereigenschaft als Kind gelenkt, indem gesagt wird: „[Er war] voll Liebe gegen seine Eltern und war nicht überheblich und trotzig.“2 Güte gegenüber den Eltern ist eine Verfügung unseres erhabenen Allahs  und Sein absolutes Gebot. Dieser Sachverhalt wird in der Sura al-Isra wie folgt zur Sprache gebracht: „Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr Ihm allein dient und dass ihr gegen eure Eltern gütig seid, auch wenn der eine von ihnen oder beide bei dir ins Alter kommen. Darum sag nicht zu ihnen: „Pfui!“ und schelte sie nicht, sondern sprich ehrfürchtig zu ihnen. Lass aus Barmherzigkeit den Fittich der Unterwürfigkeit zu ihnen herabhängen und sag: „Mein Herr, erbarme dich beider, so wie sie mich aufzogen, als ich klein war.“3

Kommen sie und lassen sie uns folglich dem Wert unserer Eltern, die unsere Wertvollsten sind, bewusst sein. Lassen sie uns daher wie unser Stammvater Abraham (s) für sie beten: “Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und den Gläubigen am Tag der Rechenschaft.“4 Amin

 

Die DITIB-Predigtkommission

 

1 al-Bukhari, Schahadat 10, Adab 6, Isti’dhan 35.                            
2 Koran, Maryam, 19/14.                                                                           
3 Koran, al-Isra, 17/23-24.
4 Koran, Ibrahim, 14/41.

 

2021-05-14    


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