Freitagspredigt

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Verschwendung ist verboten!
(05.02.2021)

 

Verehrte Gläubige!

Die islamische Religion erachtet alle vom erhabenen Allah geschenkten Gaben - seien es materielle oder immaterielle Möglichkeiten - an die Menschen als anvertrautes Gut. Der Islam gebietet, dieses Anvertraute für den Nutzen der Menschen an geeigneter Stelle einzusetzen und somit das Wohlwollen Allahs zu erlangen. Zu den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten verbietet unsere Religion jede Form von extremer Handlung, Maßlosigkeit, Verschwendung und grenzenlosem Konsum. Unsere Religion weist darauf hin, dass es dem Muslimen geziemt, weder in die eine noch in die andere Richtung zu weit gehen. Im edlen Koran beschrieb der erhabene Allah die Menschen schließlich als „Diener des Barmherzigen“, während Er ihre Eigenschaften wie folgt aufzählte: „Und diejenigen, die beim Spenden weder verschwenderisch noch geizig sind, sondern zwischen diesem stehen.“1

Meine werten Geschwister!

Verschwendung bedeutet, Eigentum und Möglichkeiten für nicht legitime Zwecke zu verjubeln. In unserer Religion ist Verschwendung genauso wie Alkohol, Glücksspiele und Ehebruch verboten. Jedoch sollte dieses Verbot - so wie in der traditionellen Wahrnehmung - nicht lediglich auf die Verschwendung von Speisen und Getränken reduziert werden. So wie es Verschwendung ist, Eigentum und Besitz auf nicht legitime Weise zu verjubeln, ist es auch Verschwendung, stundenlang Zeit vor dem Fernseher oder am Telefon zu vertreiben. Es ist sehr schwer, Rechenschaft von Verschwendung abzulegen. Schließlich sagte unser geliebter Prophet (s): „Am Jüngsten Tag wird der Mensch vor Allah nicht abtreten können bevor dieser zu diesen fünf Dingen in Rechenschaft gezogen wird: Wo und wie er sein Leben verbracht hat; Wo er seine Jugend abgenutzt hat; Woher das Eigentum erworben und wofür es verausgabt wurde; Und ob das erworbene Wissen in die Tat umgesetzt wurde.“2

Geehrte Gläubige!

Wir sind Angehörige der Gemeinschaft eines Propheten, der uns auf die Notwendigkeit hinwies  sogar bei Durchführung der Gebetswaschung das Wasser nicht zu verschwenden. Wir dürfen folgendes nicht vergessen: Der Gläubige ist derjenige, der sein Ego kontrolliert; die von Allah gesetzten Grenzen nicht übertritt; und versucht, bei allen seinen Angelegenheiten ausgewogen zu handeln. Kommen sie und lassen sie uns als Muslime folglich beim Essen, Trinken, bei Nutzung der Zeit, unseren Gesprächen, Ausgaben und Beziehungen mit den Menschen mit diesem Bewusstsein handeln; Und lassen sie uns wissen, dass Allah diejenigen, die verschwenden, nicht liebt.

 

Die DITIB-Predigtkommission


1 Koran, al-Furqan, 25/67.                                                             
2 at-Tirmidhi, Sifatu’l-Qiyama, 1.

2021-02-05    


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